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Wenn Künstliche Intelligenz entscheidet

Das Forschungsprojekt A.I.SYL untersucht den wachsenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Asylverfahren in Österreich. Ziel ist es, Chancen wie eine effizientere Bearbeitung sichtbar zu machen – gleichzeitig aber auch Risiken für Datenschutz und Grundrechte von Asylsuchenden kritisch zu analysieren. Wir sprachen mit den Projektleiterinnen Laura Jung und Angelika Adensamer sowie asylkoordination-Vorstand und IT-Experten Wolfgang

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Reform des EU-Rückführungsregimes

Mit ihrem im März 2025 vorgelegten Entwurf für eine Rückführungsverordnung strebt die Europäische Kommission eine Vereinheitlichung des unionsrechtlichen Rückführungsregimes an, um eine „effektivere“ und „modernere“ Rückkehrpolitik zu ermöglichen. Der Entwurf gewährt den Mitgliedstaaten jedoch weitreichende Umsetzungsspielräume und wirft aus rechtsstaatlicher Perspektive insbesondere im Bereich des Rechtsschutzes erhebliche Bedenken auf. Von Jakob Fux und Sebastian Sperner

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„Nicht mehr zeitgemäß“

Ein intellektuell unterkomplexes Totschlagargument. Es ist ein rhetorischer Nullachtfünfzehn-Trick: Um die eigene Position im Vergleich attraktiver darzustellen, versieht man sie mit positiven Attributen und die Gegenposition mit unattraktiven Eigenschaften: Schön versus hässlich, modern versus altmodisch oder eben innovativ versus nicht mehr zeitgemäß. Zieht man diese Strategie auf allen verfügbaren Kanälen durch, bleibt was hängen. Da

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Landschaft: HEMAYAT – 30 Jahre Einsatz für traumatisierte Geflüchtete

Seit 1995 behandelt das Betreuungszentrum HEMAYAT Kinder, Frauen und Männer, deren Leben aufgrund der Folgen von Folter und Krieg massiv beeinträchtigt ist. In den vergangenen 30 Jahren waren es rund 22.000 schwer traumatisierte Menschen, die bei HEMAYAT Halt, Stabilität und neue Perspektiven gefunden haben. Viele von ihnen erzählen: Die therapeutische Begleitung hat ihr Leben –

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Kurzmeldungen 2025 | 02

Estland: Psychologische Unterstützung für Ukrainer:innen via HotlineEine Nichtregierungsorganisation in Estland hat eine Hotline neu eingerichtet, um Ukrainer:innen, die in der Ukraine und anderswo in Europa leben, psychologische Unterstützung zu bieten. Die ECRE-Mitgliedsorganisation Estnischer Flüchtlingsrat bietet in Zusammenarbeit mit der Ukrainischen Nationalen Psychologischen Vereinigung und mit Unterstützung des Estnischen Zentrums für internationale Entwicklung (ESTDEV) psychosoziale Unterstützung

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Bücher 2025 | 02

No Borders Navy „Die EU führt einen unerklärten Krieg gegen People on the Move“, ist die Diagnose von vielen Menschen, die sich gegen den Tod im Mittelmeer stemmen und Menschen in Seenot retten. Dieser unerklärte Krieg fordert weiterhin seine Opfer, aber durch den Einsatz einer Flotte von SAR(Search an Rescue)-Booten und inzwischen auch Suchflugzeugen konnten

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Editorial 2025|01

Liebe Leser:innen, „Deutsch ist Pflicht. Habibi“ (ÖVP) oder „Deutsch ist kein Wahlfach“ (NEOS) plakatierten die mitte-rechts Parteien im zurückliegenden Wiener Wahlkampf und besorgten dabei wieder einmal das Geschäft der Rechtsradikalen. Sprache und Spracherwerb wurden in der Diskussion um Integration von Geflüchteten zum unhinterfragten Fetisch. Dass nicht für jeden Arbeitsplatz perfektes Deutsch vonnöten ist, oder dass man sich den Stoff von Mathematik und Biologie durchaus auch in der Familiensprache aneignen kann, wird dabei komplett außer Acht gelassen.

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Gradmesser für den Rechtsstaat

Seit Dezember 2024 wurden viele syrische Asylberechtigte über die Einleitung eines Verfahrens zur Aberkennung ihres Status informiert. Zusätzlich werden Familienzusammenführungsverfahren und auch Asylanträge von Syrer:innen nicht mehr bearbeitet. Mittlerweile liegt ein Gesetzesentwurf zum Stopp der Familienzusammenführung für alle Schutzsuchenden vor. Eine rechtliche Einordnung von Linda Greuter

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In meinem Kopf ist nur meine Familie drinnen

Der 15-jährige Yussuf wartet schon zwei Jahre auf seine Familie. Wir treffen Yussuf in der Caritas-WG Dilan. Ursprünglich kommt er aus Afghanistan, vor seiner Flucht nach Österreich hat er mit seiner Familie im Iran gelebt. Vor drei Jahren ist er nach Österreich gekommen. An seine Flucht möchte es sich am liebsten nicht mehr erinnern:

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